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Diabetische Netzhauterkrankung (diabetische Retinopathie)

Eine durch die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) hervorgerufene Erkrankung der Netzhaut des Auges. Die Schädigung kleiner Blutgefäße (Mikroangiopathie) verursacht eine Minderung der Sehschärfe sowie Einschränkung des Gesichtsfeldes und kann im Verlauf zur Erblindung (in Europa die häufigste Erblindungsursache bei Menschen im erwerbsfähigen Alter) führen. Es werden die nicht-proliferative und proliferative Retinopathie sowie die diabetische Makulopathie unterschieden. Die Lasertherapie ist dabei eine der Säulen der Therapie, andere Optionen sind die Glaskörper-OP und neuerdings die Injektion von Medikamenten in das Auge. Dennoch: Ohne vernünftige Therapie des Diabetes selbst sind die augenärztlichen Therapiemöglichkeiten in ihrem Erfolg sehr begrenzt. Der Patient spielt in der Therapie die wichtigste Rolle. Die dauerhaft gute Einstellung der Blutzuckerwerte ist eine Grundvoraussetzung zum Schutz gegen die diabetische Retinopathie und alle weiteren Folgeerkrankungen des Diabetes. Als Patient sollte man über die Qualität seiner Blutzuckereinstellung gut informiert sein. Dazu dienen Diabetikerpass und die Kenntnis des sog. Langzeitzuckerwertes (HBA1c-Wert), welcher als „Blutzuckergedächtnis“ Informationen über die durchschnittlichen Blutzuckerwerte der letzten 3 Monate liefert. Eine augenärztliche Untersuchung muß auch bei normalem Befund mindestens 1-mal jährlich oder besser halbjährlich erfolgen.