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K

Katarakt (auch: Grauer Star)

Der Begriff „die Katarakt“ entstammt aus dem altgriechischen καταρράκτης (katarrháktēs) „Wasserfall“. Die lateinische Form „cataracta“ wird ebenfalls benutzt. Es handelt sich um eine mehr oder weniger starke Trübung der Augenlinse, die das Sehen erheblich beeinträchtigen kann. Diese Linsenalterung schreitet kontinuierlich fort. Ein typisches Vorzeichen der Katarakt ist eine zunehmende Blendungsempfindlichkeit, eine Verminderung der Sehschärfe und des Kontrastsehens. Teilweise kann bei weitsichtigen Patienten das Nahsehvermögen besser werden, da der Linsenkern bei zunehmender Trübung die Brechkraft des Auges kurzsichtiger werden lässt (Myopisierung). Die Heilung der Katarakt ist nur operativ möglich (Phakoemulsifikation), dabei wird - meist ambulant und in örtlicher Betäubung - die getrübte Linse mittels Ultraschall zertrümmert, abgesaugt und durch eine Kunststofflinse ersetzt. Diese Operation gilt als komplikationsarm und wird in Deutschland etwa 500.000 mal im Jahr durchgeführt. Bisher gibt es keine wissenschaftlich belegten Medikamente, die den Grauen Star verhindern oder stoppen können. In der Dritten Welt ist die Katarakt tragischerweise mangels OP-Möglichkeiten die häufigste Erblindungsursache.

 

Keratitis

Hornhautentzündung, mögliche Ursachen sind u.a. Bakterien, Herpesviren, Pilze, exogene Reize, trockenes Auge, Fremdkörper und Kontaktlinsen.

Keratokonus

Kegelförmige Verformung der Hornhautmitte mit starkem Astigmatismus und Kurzsichtigkeit. Die Therapie basiert u.a. auf speziellen Kontaktlinsen und eventuell Keratoplastik (Hornhautverpflanzung).

Kinder-Augenheilkunde

Etwa 80 % all unserer Informationen werden über die Augen aufgenommen. Daran kann man ermessen, wie wichtig die Sehleistung und die Entwicklung des Sehvermögens für Kinder ist. Diese läuft leider nicht immer normal ab, sondern kann teilweise gestört sein. Kinder sollen zu einer augenärztlich-orthoptischen Untersuchung sofort bei sichtbaren Auffälligkeiten der Augen, wie z.B. Augenzittern, Hornhauttrübungen, grau-weißlichen Pupillen, großen lichtscheuen Augen oder bei Lidveränderungen, hier besonders Hängelidern, welche die Pupille verdecken. Selbstverständlich auch dann, wenn man sich nicht sicher ist, ob alles in Ordnung ist. Kinder sollen zu einer augenärztlich-orthoptischen Untersuchung mit 6 bis 12 Monaten bei erhöhtem Risiko für Schielen, für Fehlsichtigkeit (optische Brechungsfehler) und/oder für erbliche Augenerkrankungen. Das liegt z.B. vor bei Frühgeburten, Kindern mit Entwicklungsrückstand, Geschwistern oder Kindern von Schielern oder stark Fehlsichtigen (besonders Weitsichtigen), sowie bei Kindern aus Familien mit bekannten erblichen Augenerkrankungen. Zu einer augenärztlich-orthoptischen Untersuchung mit 24 bis 36 Monaten sollten alle übrigen, auch unverdächtigen Kinder zur frühzeitigen Entdeckung eines kleinwinkligen Schielens.
Besonders einseitige Fehler werden oft zu spät erkannt. Nach der Entwicklung eines normalen beidäugigen Sehens kann in den Folgejahren noch ein gut behandelbares plötzliches Innenschielen (normosensorisches Spätschielen) auftreten. In unserer Augenarztpraxis untersuchen wir auch schon kleinste Kinder augenärztlich-orthoptisch mit größter Sorgfalt und kindgerechten Methoden. Die modernste in unserer Praxis verwendete Messtechnik "Plusoptix" ist berührungsfrei, sekundenschnell und schon bei Säuglingen möglich.

Konjunktiva

siehe Bindehaut

Konsil

Eine patientenbezogene Beratung eines Arztes durch einen anderen ärztlichen Kollegen (Konsiliararzt), meist einen Facharzt. Eine bedarfsweise Konsiliarsprechstunde unserer Praxis findet im nahe gelegenen Elisabeth-Krankenhaus Recklinghausen statt. Ebenso halten wir regelmäßige Sprechstunden in fast allen Senioreneinrichtungen der Stadt Recklinghausen ab.

Kontaktlinsen

Kontaktlinsen sind kleine Haftschalen, die auf der Hornhaut des Auges haften und die Korrektur von Fehlsichtigkeiten ermöglichen. Wir verfügen über eine Kontaktlinsensprechstunde, in welcher - betreut von unserer Optikerin Frau Kornelia Wielebski – seit über 15 Jahren kompetent über alle Arten der Kontaktlinsenkorrektur beraten wird. Große Erfahrung haben wir auch bei der Anpassung von Speziallinsen (z.B. Keratokonuslinsen). In den meisten Fällen können Kontaktlinsen die Sehschärfe verbessern und das Gesichtsfeld erweitern, weil sie dem Auge näher liegen als die Brille und die störende Brillenfassung entfällt. Es gibt in der Regel weiche und harte Kontaktlinsen. Voraussetzung für eine gute Verträglichkeit ist immer eine fachmännische Anpassung und sorgfältige Handhabung.

Kortison

Kortisonhaltige Augentropfen können bei unsachgemäßer Anwendung erhebliche Nebenwirkungen haben und dürfen nicht ohne vorherige augenärztliche Untersuchung getropft werden. Bei längerer systemischer Anwendung von Kortisonpräparaten sollte immer der Augenarzt aufgesucht werden, da u.a. Grauer Star und Glaukom in einigen Fällen auftreten können.

 

Kurzsichtigkeit (auch: Myopie)

Die Kurzsichtigkeit entsteht durch einen überdurchschnittlich langen Augapfel oder durch eine zu starke Brechkraft des optischen Systems. Beides führt dazu, dass auf der Netzhaut ein unscharfes Bild entsteht. Dies kann durch Minusgläser (Zerstreuungslinsen) korrigiert werden. Kurzsichtigkeit kann zu Netzhautveränderungen führen. Daher sollte jeder Kurzsichtige in regelmäßigen Abständen zum Augenarzt gehen, damit gegebenenfalls die notwendigen Vorbeugemaßnahmen getroffen werden können.